
Wenn über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, stehen häufig Chatbots wie ChatGPT oder Content-Erstellung im Mittelpunkt. Für viele KMU liegt ein weitaus grösserer Nutzen jedoch woanders: bei individuell zugeschnittenen Hilfstools, die alltägliche Abläufe vereinfachen, Daten aufbereiten oder Prozesse automatisieren.
Möglich werden solche individuellen Lösungen durch das sogenannte Vibe Coding, z.B. mit Claude Code, Grok Build, Cursor oder Lovable. Dabei werden Anforderungen in natürlicher Sprache beschrieben und von KI in lauffähige Software umgesetzt. Was früher erheblichen Entwicklungsaufwand erforderte, ist heute in kurzer Zeit realisierbar. Kaum vorstellbar, bis man es selbst anwendet!
Ein grosser Hebel steckt oft in kleinen Problemen
In vielen Unternehmen gibt es Aufgaben, die regelmässig Zeit kosten, aber nie gross genug waren, um eine kostspielige IT-Lösung zu rechtfertigen. Ein paar Minuten pro Auftrag, über Monate und Jahre betrachtet erhebliche Aufwände.
Genau hier entfalten mit Vibe Coding entwickelte Tools ihren Wert. Daten zusammenführen, eingehende Dokumente prüfen und kategorisieren, Landing Pages für neue Produkte erstellen, kleine Apps bauen, Offerten optimieren oder die Kundenbetreuung mit einem eigenen CRM-Tool vereinfachen. Das sind einige wenige Beispiele, bei denen heute dank Vibe Coding keine langen Entwicklungszeiten mehr nötig sind. Die gewünschten Anforderungen werden beschrieben und von der KI gleich umgesetzt.
Die Anforderungen zu definieren bleibt entscheidend
Die technischen Hürden sind zwar gesunken, die konzeptionelle Arbeit nicht. Wer Anforderungen präzise definieren kann, holt aus Vibe Coding den grössten Nutzen. Hilfreich sind zudem ein gewisses IT-Verständnis und Grundkenntnisse in der Programmierung. Wo dieses Know-how intern fehlt, kann externe Unterstützung sinnvoll sein. Oft reichen wenige Workshops, und die Kosten bleiben weit unter jenen klassischer Softwareprojekte und meist auch unter den Kosten ineffizienter manueller Prozesse.
Schnell entwickelt ist nicht automatisch gut entwickelt
KI erzeugt Code, übernimmt aber keine Verantwortung für Qualität, Sicherheit oder Wartbarkeit. Was auf den ersten Blick überzeugt, kann später Schwächen zeigen. Fehlende Sicherheitsmechanismen, schlechte Struktur oder keine Dokumentation sind typische Beispiele. Besonders heikel wird es, wenn geschäftskritische Prozesse auf ungeprüften Anwendungen aufbauen. Spätestens dann sollten erfahrene Software-Entwickler übernehmen.
Hinzu kommt das Risiko neuer Schatten-IT. Lösungen, die einzelne Mitarbeitende entwickeln, sind oft nicht dokumentiert. Neue Systemabhängigkeiten können entstehen, Datenschutzanforderungen verletzt werden oder das Unternehmen in Abhängigkeit von Lösungen geraten, die niemand mehr versteht oder warten kann.
Fazit
Vibe Coding bietet echtes Potenzial, vorausgesetzt es wird bewusst eingesetzt. Klare Regeln zur Entwicklung, Dokumentation, Qualitätssicherung und Datenschutz sind keine Bürokratie, sondern Grundlage für nachhaltigen Nutzen.
Der pragmatische Einstieg: Erste Version umsetzen, Erfahrungen sammeln, schrittweise verbessern.
Im Rahmen eines Pilotprojekts für eine Bestell-App am Schalter sammle ich aktuell weitere Erfahrungen mit Vibe Coding. Die Vorgehensweise ist abgestuft. Erste Anforderungen sind umgesetzt, weitere folgen bis hin zur möglichen Integration mit dem ERP-System. Nähere Informationen zu diesem Pilotprojekt folgen voraussichtlich bald in einem neuen Blog-Beitrag.
Wollen Sie mehr erfahren oder haben Sie konkrete Ideen? Ich freue mich auf ein unverbindliches Gespräch.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Ein Ausgangsprompt lieferte die Basis, ich habe den Text persönlich überarbeitet und eine zweite KI hat den Beitrag anschliessend als erfahrener Blog-Redaktor redigiert.
Quelle Beitragsbild: pixabay.com, Bild von innovalabs (Original in Farbe)

